Produktionstechnologie Die Liquid Laminate Technology (LLT) für Laminatfußboden


Die Liqid Laminate Technology (LLT) ist ein patentiertes Produktionsverfahren der CLASSEN Gruppe, das bei der Laminatbodenproduktion am integrierten Standort Baruth/Brandenburg zur Anwendung kommt. Die Besonderheiten dieses Verfahrens sind die Kombination verschiedener Oberflächen-Veredelungstechnologien sowie die Zusammenführung bisher voneinander getrennter Arbeitsschritte in einen Produktionsdurchgang. Dadurch bieten sich erhebliche Vorteile für die Produktqualität. Zugleich eröffnet diese Verfahrensweise weitere Möglichkeiten zur energieeffizienten und somit emissionsärmeren Produktion.

Nach intensiver Entwicklungszeit wurde im Jahre 2009 am Produktionsstandort Baruth der Classen-Gruppe die Herstellung von Laminatfussböden nach einem neuen Verfahren gestartet.

Bisher  mussten die zur Herstellung von Laminatfußböden notwendigen Overlay-, Dekor- und Gegenzugpapiere in einem aufwendigen und zeitlich vorgelagerten Verfahren erst mit Melaminharz imprägniert, um dann später in einem zweiten Arbeitsgang durch Einsatz von KT- oder Doppelbandpressen auf Trägerplatten (HDF, MDF- oder auch Spanplatten) gepresst zu werden

Das von Classen erfundene und bereits im industriellen Maßstab umgesetzte „LLT-Verfahren“ (LLT = Liquid Laminate Technology) fasst diese beiden bisher völlig getrennten Arbeitsvorgänge in einer Produktionslinie zusammen. Die Trägerplatten werden in dieser Linie zuerst oben mit einem Dekorpapier und unten mit einem Gegenzugpapier (oder auch Dekorpapier) belegt und verbunden. Danach werden  Melaminharze mit den notwendigen Additiven in flüssiger, pulverförmiger oder pastöser Form auf diese Ober- und Unterseite aufgetragen und angetrocknet. Die so beschichteten Platten werden anschließend wie bisher in KT- oder Doppelbandpressen geführt. In dem das Produktionsverfahren abschließenden Pressvorgang werden die Melamin-Laminat-Platten zwischen glatten oder strukturierten Pressblechen oder Pressbändern ausgehärtet und gleichzeitig mit der gewünschten Oberflächenstruktur versehen.

Die Qualität der nach dieser Technologie erstellten Produkte ist vollkommen vergleichbar mit der Qualität der im herkömmlichen Verfahren hergestellten melaminbeschichteten Platten, ob nun für Fussboden- oder Möbeloberflächen.

Im Jahr 2010 hat Classen des weiteren eine Abwandlung dieses LLT-Verfahrens erprobt und auch hierfür in die Anwendungstechnik investiert. Diese „LLT-light“ genannte Variante kombiniert die Vorzüge einer mit nicht vorimprägnierten Dekorpapieren beschichteten Platte zur Weiterverarbeitung in konventionellen KT-Pressen und ermöglicht so zum Beispiel hohe Flexibilität auch bei kleineren Produktionschargen.

Das LLT-Verfahren ist nicht alleine auf die Produktion von melaminbeschichteten Trägerplatten beschränkt. Vielmehr ist die Verwendung anderer Harze oder auch der Einsatz von Lacken möglich, so dass eine Vielzahl von Produktausführungen und unterschiedlichste Anwendungsbereiche abgedeckt werden können.

Um auch andere Interessenten an diese emissionsarme Produktionsmethode heranzuführen, ist eine Vergabe von Produktionslizenzen für dieses umfangreich durch Patente und Patentanmeldungen geschützte Verfahren über eine Tochtergesellschaft der Classen-Gruppe, die Surface Technologies GmbH & Co. KG mit Sitz in Baruth in Vorbereitung.

In Summe bietet das patentierte LLT-Verfahren zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlicher Laminatboden-Produktionsweisen:

  • Energieeinsparende Produktion
  • Hochtransparente Oberflächen
  • Deutlich bessere, realistischere Dekordarstellung
  • Individuell ausgeprägte Glanzgrade
  • Optimale Optik und Haptik der Laminatbodenoberfläche